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Reiseart Selbstfahrer
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Highlights Nationalparks, Outback, Tierbeobachtung
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Budget: $
Bereit für einen Roadtrip, der nicht die Bank sprengt? Der Explorers Way zeigt Ihnen, dass die spektakulärsten Erlebnisse Australiens oft kostenlos sind – oder zumindest bezahlbar. Der perfekte Australien-Roadtrip für kleine Budgets.
Hier kommen unsere Routenvorschläge und Low-Budget-Tipps.
Adelaide – Claire Valley
Kultur, Kulinarik und Weinlandschaften
Fahrzeit: 2 Stunden (141 km)
Adelaide bildet den idealen Startpunkt für Ihren Roadtrip: Die „Festival City“ lockt mit Stränden nur 20 Minuten vom Zentrum entfernt und bietet kostenlose kulturelle Highlights an der North Terrace – darunter die Art Gallery of South Australia, das South Australian Museum und das National Wine Centre. Versteckte Street Art und charmante Laneways warten darauf, entdeckt zu werden.
Von hier führt die Strecke ins Clare Valley, bekannt für preisgekrönten Riesling und über 40 Weingüter. Zwischen Weinbergen und Olivenhainen spüren Sie die Geschichte der europäischen Siedler. Probieren Sie regionale Weine und lokale Spezialitäten – oder schwingen Sie sich aufs Rad und radeln den Riesling Trail entlang, wo Sie die Kalorien gleich wieder abtrainieren. Das Clare Valley markiert den sanften Übergang ins Outback, das bereits am Horizont wartet.
Spar-Tipp: Bevor Sie Ihr Fahrzeug abholen, statten Sie dem Adelaide Central Market einen Besuch ab. Kaufen Sie frisches Brot, Käse und regionales Obst für Ihre Roadtrip-Snacks – das spart unterwegs bares Geld und schmeckt besser als teure Roadhouse-Verpflegung.
Clare Valley – Ikara-Flinders Ranges Nationalpark
Von malerischen Weinbergen ins wilde Outback
Fahrzeit: 3,5 Stunden (297 km)
Gelbe Rapsfelder und grüne Weiden weichen dem „roten, zerklüfteten Outback“ mit seiner Kulisse uralter Bergrücken. Über Port Augusta – die Kreuzungsstadt am Spencer Gulf – und kleine Outback-Orte wie Quorn und Hawker erreichen Sie die Flinders Ranges.
Hier erwarten Sie ockerfarbene Felswände, tiefe Schluchten und schroffe Bergkämme – geformt von geologischen Kräften vor Millionen von Jahren. Die Bergkette birgt eine faszinierende Geschichte: Fossilien, die 550 Millionen Jahre alt sind, bezeugen frühestes mehrzelliges Leben auf der Erde.
Begegnen Sie den Einheimischen der Adnyamathanha und lernen Sie ihre Geschichten kennen, um in das wahre Australien einzutauchen.
Wandern Sie am Fuß des Wilpena Pound – einem gewaltigen natürlichen Amphitheater – oder erkunden Sie eine der vielen anderen Wanderungen im Nationalpark. Achten Sie auf die Tierwelt: Kängurus, Emus, Gelbfuß-Felskängurus und große Greifvögel sind hier zu Hause.
In Blinman können Sie eine Kupfermine erkunden, die auf dem höchsten Punkt Südaustraliens liegt. Die Chambers Gorge zeigt vorgeschichtliche Felsmalereien der Aboriginal People. Durch die Parachilna Gorge geht es weiter zum Prairie Hotel, wo das legendäre „Feral Feast“ serviert wird – mit Fleisch von Ziege, Kamel und Känguru.
Wer die Kultur der Ureinwohner näher kennenlernen möchte, nimmt an der kostenlosen Welcome to Country Zeremonie im Wilpena Pound Resort teil. Die 3 km lange Wanderung zum Arkaroo Rock ermöglicht es Ihnen, beeindruckende Aboriginal-Felskunst aus nächster Nähe zu betrachten.
Spar-Tipp: Im Ikara-Flinders Ranges National Park finden Sie Campingplätze ab AUD$25 pro Nacht, die Sie vorab buchen können. Der Trezona Campground ist besonders beliebt – er liegt nahe dem Ediacaran Golden Spike, einem geologischen Punkt von internationaler Bedeutung.
Flinders Ranges weiter gen Norden
Ab Parachilna haben Sie die Wahl: klassische asphaltierte Route oder Geländewagen-Abenteuer.
Option 1: Asphaltierte Route via Parachilna nach Woomera
Fahrzeit: 4 Stunden (375 km)
Auf asphaltierter Strecke führt der Weg über Port Augusta nach Woomera. Die Stadt ist berühmt für die Woomera Prohibited Area – das größte landgestützte Raketen- und Testgelände der westlichen Welt.
Option 2: Offroad-Route via Parachilna nach William Creek
Fahrzeit: 4,5 Stunden (388 km)
Mit der passenden Offroad-Ausrüstung fahren Sie nordwärts zum Arkaroola Wilderness Sanctuary – einem der besten Orte für Sternenbeobachtung in Australien. Die weltbekannte Ridgetop Tour führt Sie über schroffe Grate und Gipfel der zerklüftetsten Berge der Flinders Ranges – ein echtes Muss für Abenteurer.
Vom Oodnadatta Track aus erreichen Sie Marree, bekannt für seinen Yachtclub mitten in der Wüste und das verrückte Camel Cup Rennen. Weiter geht es über Anna Creek – die weltgrößte Rinderfarm – nach William Creek, Australiens kleinstem Ort mit derzeit nur 17 Einwohnern. Ein Stopp in der örtlichen Kneipe ist Pflicht.
Spar-Tipp: Erleben Sie die fantastischen Möglichkeiten zur Sternenbeobachtung in dieser Region – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Schnappen Sie sich einen bequemen Stuhl und ein kühles Getränk und nehmen Sie sich Zeit, den australischen Nachthimmel zu bewundern. Kostet nichts und bleibt unvergesslich.
Weiter nach Coober Pedy
Die faszinierende Untergrundstadt
Fahrtzeit:
Von Woomera: 4 Stunden (374 km)
Von William Creek: 2 Stunden (166 km)
Coober Pedy gehört zu den schrägsten und einzigartigsten Orten Australiens. Die Hälfte der Bewohner dieser Minenstadt lebt unterirdisch – geschützt vor sommerlicher Hitze und winterlicher Kälte. Rund 40 km außerhalb beginnt die „Mondlandschaft“, wo Tausende Opalschächte die Landschaft dominieren.
Das Leben spielt sich unter der Erde ab: Hotels, Wohnhäuser, eine Kirche, ein Buchladen und Sehenswürdigkeiten wie das Old Timer's Mining Museum und die Umoona Opal Mine zeigen, wie Coober Pedy zur Opal-Hauptstadt Australiens wurde.
Ein besonderer Ort ist das Untergrund-Zuhause von Crocodile Harry – einem lettischen Krokodiljäger, der zur lokalen Legende wurde. Seine verlassene unterirdische Behausung gehört zu den merkwürdigeren Attraktionen der Stadt.
Spar-Tipp: Josephine's Gallery beherbergt ein Känguru-Waisenhaus mit täglichen Fütterungen. Dazu gibt es eine umfangreiche Sammlung von Aboriginal-Artefakten mit Werken bekannter australischer Künstler – ein lohnenswerter kostenloser Besuch.
Coober Pedy – Uluru-Kata Tjuta National Park
Auf zur spirituellen Mitte Australiens
Fahrtzeit: 7,5 Stunden (743 km)
Diese Etappe führt durch ein Meer aus Spinifex-Gras und weitläufige leuchtend rote Wüstenlandschaft. Sie beobachten, wie Wetter über den Horizont zieht – pures Outback-Feeling. Roadhouses wie Oodnadatta und Marla bieten praktische Tankstopps und Pausen mit echtem Outback-Pub-Charakter.
An der Grenze von South Australia zum Northern Territory betreten Sie das Red Centre – Australiens spirituelles Herz. In Erldunda biegen Sie westwärts nach Yulara ab, dem Tor zum UNESCO-Welterbe Uluru-Kata-Tjuta-National Park.
Nehmen Sie sich mehrere Tage Zeit, um Uluru und Kata-Tjuta zu erkunden – beide Formationen sind etwa 600 Millionen Jahre alt. Eine Vielzahl an Erlebnissen steht zur Auswahl: kostenlose Ranger-geführte Wanderungen, selbstgeführte Touren, Segway-, Bus- und Fahrradtouren sowie Rundflüge. Die wechselnden Farben des Uluru bei Sonnenauf- und -untergang sind faszinierend. Mehrere ausgewiesene Aussichtspunkte – etwa die Uluru Sunset Viewing Area – bieten ideale Perspektiven, um zu erleben, wie sich der Felsen in eine leuchtende Leinwand aus Rot-, Orange- und Violetttönen verwandelt.
Spar-Tipp: Nehmen Sie an den kostenlosen Ranger-Wanderungen oder Präsentationen im Kulturzentrum teil, um mehr über den Uluru zu erfahren. Die Zeiten finden Sie auf der jeweiligen Website. Diese Erlebnisse kosten nichts und bieten tiefe Einblicke in die Bedeutung dieses Ortes.
ULURU-KATA TJUTA NATIONAL PARK – KINGS CANYON
Felskuppeln, Schluchten und endlose Weite
Fahrtzeit: 3 Stunden (300 km)
Folgen Sie der Beschilderung zur Abzweigung zum Kings Canyon im Watarrka National Park.
Der Kings Canyon ist ein weiteres uraltes geologisches Wunder – diesmal mit Meeresfossilien, die oben auf den Steilhängen eingebettet sind. Sie demonstrieren, dass das Zentrum Australiens einst ein Binnenmeer war.
Am besten erkunden Sie den Canyon zu Fuß. Verschiedene Wanderungen stehen zur Auswahl und passen zu allen Fitnessniveaus.
Die spektakulärste Option ist der 6 km lange Kings Canyon Rim Walk bei Sonnenaufgang. Nach relativ steilen Stufen führt der Pfad über 100 m hohe Sandsteinwände mit Blick in den Canyon. Am Garden of Eden – einem permanenten Wasserloch mit 400 Jahre alten Palmfarnen – machen Sie eine verdiente Pause, bevor Sie den Rundweg entlang einer geschichteten Felswand vollenden – eine perfekte Treppe der Natur. Wer weniger Zeit hat, wählt den Kings Canyon Creek Walk als schöne Alternative. Er führt durchs Zentrum des Canyons und bietet großartige Ausblicke von unten.
Spar-Tipp: Eines der spektakulärsten und kostenlosen Erlebnisse im Kings Canyon: Sonnenauf- oder -untergang erleben. Begeben Sie sich zu Aussichtspunkten wie dem Canyon Rim Walk oder dem Kathleen Springs Lookout – das sanfte Licht betont die Dramatik des Canyons und macht es zu einem unvergesslichen Erlebnis für Naturfreunde und Fotografen.
Kings Canyon – Alice Springs
Nächstes Ziel ist Alice Springs – die inoffizielle Hauptstadt des Red Centre. Vom Kings Canyon aus stehen Ihnen zwei Routen zur Auswahl: Offroad mit Geländewagen oder Highway mit normalem Mietwagen.
Option 1: Asphaltierte Route via Erldunda
Fahrzeit: 5 Stunden (473 km)
Mit einem regulären Mietwagen nehmen Sie den asphaltierten Stuart Highway und halten in Erldunda und Stuart's Well – beide Orte bieten Lebensmittel, Kraftstoff, Campingplätze... und witzige Emus.
Option 2: Offroad-Route via 4WD Mereenie Loop
Fahrzeit: 4,5 Stunden (332 km)
Für die Geländewagen-Option benötigen Sie eine Genehmigung (ca. $7) und können dann den unbefestigten Mereenie Loop zur Glen Helen Gorge im West MacDonnell Ranges National Park (Tjoritja) fahren. Hunderte Wildpferde prägen die Landschaft. Hermannsburg, Ormiston Gorge, die Ochre Pits, Serpentine Gorge, Ellery Creek Big Hole, Standley Chasm und Simpson's Gap sind Pflichtstopps.
Spar-Tipp: Die West MacDonnell Ranges können Sie auch als Tagesausflug von Alice Springs aus besuchen – oder verbringen Sie auf dem Weg nach Alice Springs Zeit hier. Die Ormiston Gorge eignet sich hervorragend für ein erfrischendes Bad, wo Sie die roten Klippen der Schlucht sowie vielfältige lokale Flora und Fauna bewundern. In ausgewiesenen Bereichen kann man auch übernachten (gegen Gebühr).
Alice Springs – Tennant Creek
Kultur, Geschichte und Outback-Feeling
Fahrzeit: 5 Stunden (510 km)
In Alice Springs gibt es viel zu erleben: Kunstgalerien in der Todd Mall mit Gemälden der Aboriginal People, der Olive Pink Botanic Garden, der Desert Wildlife Park, das Reptile Centre, der Anzac Hill, die Pioneer Women's Hall of Fame, das Royal Flying Doctor Service Museum sowie besondere Festivals und Events.
Besuchen Sie die historische Telegrafenstation und erfahren Sie, wie diese Anlage am Explorers Way die Kommunikation im ganzen Land ermöglichte.
Nach Alice Springs fahren Sie zu Karlu Karlu (Devils Marbles), um die einzigartig aufragenden Granitkugeln zu bestaunen.
Nächster Stopp ist Tennant Creek, wo in den 1930er Jahren Australiens letzter Goldrausch stattfand. Nehmen Sie an einer unterirdischen Tour im Battery Hill Mining Centre teil und besuchen Sie das Nyinkka Nyunyu Art & Culture Centre, um mehr über das Volk der Warumungu zu lernen.
Spar-Tipp: Wenn Sie nicht die komplette Strecke nach Tennant Creek an einem Tag fahren möchten, campen Sie gegen geringe Gebühr bei Karlu Karlu (Devils Marbles) im Outback und beobachten Sie den Farbwechsel der Felsen bei Sonnenuntergang oder -aufgang.
Tennant Creek – Daly Waters
Legendäre Roadhouses und grenzenlose Weite
Fahrtzeit: 4 Stunden (407km)
Auf der Fahrt nordwärts legen Sie Stopps ein in Threeways – wo die Straße zur Ostküste abzweigt –, am Banka Banka West Station Campground sowie in Renner Springs. Planen Sie auch einen Halt in Elliot, einem der vielen WWII Staging Camps entlang des Highways.
Daly Waters ist seit 1930 ein Pflicht-Stopp für Outback-Reisende. Der historische Pub ist – wie so vieles im Outback – „schrullig“: eine mit BHs dekorierte Bar und eine eklektische Sammlung „verstaubter“ Erinnerungsstücke, wie man sie noch nie gesehen hat.
Spar-Tipp: Wenn Sie einen Outback-Pub oder eine Raststätte sehen, halten Sie für einen Drink (alkoholfrei, wenn Sie fahren) – hier kommen Sie garantiert mit Einheimischen ins Gespräch. Das kostet wenig und bringt echte Outback-Geschichten.
Daly Waters – Katherine
Vom Outback zu den Tropen
Fahrzeit: 3 Stunden (270 km)
Nach einem kurzen Stop in Larrimah's Pink Panther Pub fahren Sie auf den „Hot Springs Highway“. In den Mataranka Thermal Pools können Sie im 32 Grad warmen „heilenden“ Wasser baden. Bevorzugen Sie eine natürlichere Umgebung, lassen Sie sich am palmengesäumten Bach der Bitter Springs im Elsey National Park treiben.
Ein Besuch der Katherine Hot Springs ist ein Muss.
Katherine ist ein Paradies für Naturliebhaber – besonders das 13 Schluchten umfassende Flusssystem im Nitmiluk National Park. Unternehmen Sie eine Bootsfahrt entlang der Nitmiluk (Katherine) Gorge, flankiert von 70 Meter hohen Klippen, und halten Sie Ausschau nach Felskunst und Wildtieren, während Sie mehr über die Geschichte des Jawoyn-Volkes erfahren – den traditionellen Besitzern des Landes.
Spar-Tipp: Für ein authentisches Outback-Erlebnis übernachten Sie im Manbulloo Homestead Caravan Park (12 km von Katherine). Der Park liegt auf einem Viehzuchtbetrieb und bietet tägliche Fütterungen von Rindern und Wasserbüffeln.
Katherine – Darwin
Tropisches Finale im Top End
Fahrzeit: 3,5 Stunden (316 km)
Leliyn (Edith Falls) ist ein wunderschöner Ort für ein Picknick, eine Wanderung oder ein Bad auf dem Weg nach Darwin. Der Litchfield National Park ist ein obligatorischer Abstecher zum Schwimmen in Wasserlöchern und Wasserfällen sowie zum Betrachten riesiger Termitenhügel, die immer größer erscheinen, je weiter Sie nordwärts fahren.
Darwin ist die letzte Station – Australiens nördlichste Hauptstadt mit tropischem Wetter und entspannter Atmosphäre. Genießen Sie Waterfront-Restaurants, Sunset-Touren, Strandmärkte und die Möglichkeit, Krokodile zu sehen (und zu probieren) oder sogar mit ihnen zu schwimmen.
Spar-Tipp: Besuchen Sie den Mindil Beach Sunset Market während der Trockenzeit (April bis September) – ein vielseitiges und wunderschönes Erlebnis. Genießen Sie spektakuläre Sonnenuntergänge, internationale Gerichte, Live-Unterhaltung und lokales Kunsthandwerk. Der Markt selbst ist kostenlos, Sie bezahlen nur für Essen und Souvenirs.